Unsere Aufgabe Förderung

Meinungen und Überzeugungen frei ausdrücken zu können, Entscheidungen treffen und Rechte und Freiheiten wahrnehmen zu können, zeichnen unsere Demokratie aus. Sie ist ein wertvolles Gut, das ständigen Gefährdungen und Angriffen ausgesetzt ist.

Deshalb müssen wir sie kontinuierlich stärken und fördern, um ihre Effektivität und Legitimität zu erhalten.
Erhalt und Stärkung unserer Demokratie, der Vielfalt im Zusammenleben und der Toleranz anderen gegenüber sind unser Ziel.

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Förderungen durch die Partnerschaft für Demokratie

Die PfD Dithmarschen unterstützt auf vielfältige Weise demokratische, antirassistische, interkulturelle Prozesse sowie Extremismusprävention. Auch der Bereich Migration und Flüchtlinge gehört zum Aufgabenfeld.

„Ich kann nicht mehr tanzen, aber mein Gehstock hat Leomuster“

Am 11. September 2025 fand in der Bibliothek am Meer Büsum eine besondere kulturelle Veranstaltung statt. Unter dem Titel „Ich kann nicht mehr tanzen, aber mein Gehstock hat Leomuster“ lud der Verein Büsum bleibt bunt e.V. gemeinsam mit der Bibliothek zu einer musikalischen Lesung ein. Im Mittelpunkt des Abends stand der persönliche und künstlerische Umgang mit einer Long-COVID-Erkrankung. Die Veranstaltung bot Raum für Zuhören, Verstehen und gemeinsamen Austausch.

Die Künstlerin Sophie Lenglachner gewährte in ihrer Lesung Einblicke in ihren Alltag mit einer unsichtbaren chronischen Erkrankung. In klaren, ruhigen und zugleich humorvollen Texten beschrieb sie, wie sich ihr Leben seit der Erkrankung verändert hat. Dabei ging es um Erschöpfung, um verlorene Selbstverständlichkeiten, aber auch um neue Wege, mit diesen Veränderungen umzugehen. Die Texte waren persönlich, zugleich aber offen formuliert, sodass sich viele Zuhörer*innen darin wiederfinden konnten.

Musikalisch begleitet wurde die Lesung von der Musikerin ægirl. Mit feinfühligen Gitarrenklängen und ruhigen Liedern schuf sie eine Atmosphäre, die die Texte aufnahm und vertiefte. Musik und Sprache ergänzten sich auf natürliche Weise. So entstand ein Abend, der nachdenklich machte, ohne zu überfordern, und der Raum ließ für eigene Gedanken und Gefühle.

Nach der Lesung fand ein moderiertes Gespräch mit den Künstlerinnen statt. Die Besucher*innen nutzten diese Gelegenheit intensiv. Es wurden Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und Gedanken ausgetauscht. Viele Teilnehmende berichteten, dass sie neue Perspektiven auf das Leben mit Long COVID, Post COVID und ME/CFS gewonnen haben. Besonders wertvoll war dabei die offene und respektvolle Gesprächskultur. Unterschiedliche Sichtweisen konnten nebeneinanderstehen und miteinander in Verbindung treten.

Ergänzend gab es niedrigschwellige Mitmachangebote. An einer Station konnten zentrale Begriffe rund um chronische Erkrankungen spielerisch kennengelernt werden. An einer weiteren Station konnten die Besucher*innen anonym ihre Einschätzungen und Wissensstände sichtbar machen. Diese Angebote luden zur aktiven Auseinandersetzung ein und ermöglichten Lernen ohne Druck. Auch ein Büchertisch mit weiterführender Literatur und Informationsmaterial wurde gut angenommen.

Die Veranstaltung war bewusst überschaubar gehalten. Die Anzahl der Teilnehmenden trug zu einer ruhigen, konzentrierten und wertschätzenden Atmosphäre bei. Viele Gespräche setzten sich auch in den Pausen fort. Es wurde deutlich, wie wichtig solche Begegnungsräume sind, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen können, ohne bewertet zu werden.

Der Abend zeigte, dass kulturelle Formate einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten können. Durch persönliche Geschichten, Kunst und Austausch entsteht Verständnis. Menschen fühlen sich gesehen und gehört. Unterschiede werden nicht betont, sondern als Teil einer gemeinsamen Realität wahrgenommen.

Ein herzlicher Dank gilt den Projektträger*innen von Büsum bleibt bunt e.V. und der Bibliothek am Meer Büsum für die Organisation und den Rahmen dieser Veranstaltung. Ebenso danken wir den Künstlerinnen für ihre Offenheit und ihr Engagement sowie allen Teilnehmenden für ihr Interesse, ihre Aufmerksamkeit und ihre wertvollen Beiträge. Diese Lesung hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Menschen einander mit Respekt, Neugier und Solidarität begegnen.

Demokratie erleben in der Werkwoche: Gemeinsam gestalten und entscheiden

Vom 4. bis 8. August 2025 fand in Wesselburen die Projektwoche „Demokratiewoche: Werkwoche“ statt. Das Angebot wurde gemeinsam vom Offenen Ganztag Wesselburen und dem Handwerker Tim Lenk umgesetzt. Insgesamt nahmen 19 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren teil. Die Kinder verbrachten täglich viele Stunden miteinander, arbeiteten handwerklich und lernten dabei ganz praktisch, wie Demokratie im Alltag funktioniert.

Im Mittelpunkt der Woche stand ein großes gemeinsames Projekt: der Bau eines funktionstüchtigen 4-Gewinnt-Spiels aus Holz. Bevor die Arbeit beginnen konnte, planten die Kinder gemeinsam. Sie entwarfen Skizzen, sammelten Ideen und stimmten über Farben und Formen ab. Dabei erlebten sie, dass jede Meinung gehört wird und Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. Nicht immer waren sich alle einig. Genau diese Situationen boten gute Lernmomente. Die Kinder übten, Kompromisse zu finden und Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren.

Während der Bauphase arbeiteten die Kinder in wechselnden Gruppen zusammen. Sie übernahmen unterschiedliche Aufgaben, halfen sich gegenseitig und sprachen sich ab. Bohren, Schleifen, Lackieren und Zusammensetzen wurden Schritt für Schritt gemeinsam organisiert. Kleine Meinungsverschiedenheiten, zum Beispiel zur Reihenfolge der Arbeit oder zur Gestaltung, wurden offen angesprochen. Die Kinder suchten gemeinsam nach Lösungen und lernten, dass Zuhören und Rücksichtnahme das Arbeiten erleichtern.

Neben dem großen Gemeinschaftsprojekt gab es viele kleine Miniprojekte, bei denen die Kinder eigene Ideen umsetzen konnten. Es entstanden Namensprägungen auf Metallplättchen, kleine Holzschachteln, dekorative Moos-Holz-Objekte und Schlüsselanhänger in Roboterform. In diesen Projekten konnten die Kinder selbst entscheiden, wie ihr Werk aussehen sollte. Diese Mischung aus gemeinsamer Arbeit und individueller Gestaltung stärkte das Selbstvertrauen und die Freude am Mitmachen.

Im Laufe der Woche wuchs die Gruppe immer enger zusammen. Ältere und jüngere Kinder unterstützten sich gegenseitig, lernten voneinander und fanden neue Freundschaften. Eine Teilnehmerin brachte ihre Erfahrung mit den Worten auf den Punkt: „Ich habe schon drei neue Freundinnen gefunden.“ Solche Aussagen zeigen, wie positiv das Miteinander erlebt wurde und wie wichtig ein respektvoller Umgang ist.

Am Ende der Woche war das 4-Gewinnt-Spiel fertiggestellt. Es steht nun als sichtbares Ergebnis der gemeinsamen Arbeit zur Verfügung und kann von vielen genutzt werden. Gleichzeitig steht es symbolisch für das, was die Kinder gelernt haben: Gemeinsam planen, entscheiden und handeln führt zu guten Ergebnissen.

Die Demokratiewoche zeigte eindrucksvoll, wie demokratische Bildung im Alltag von Kindern verankert werden kann. Durch praktisches Tun, Gespräche und gemeinsames Entscheiden wurden wichtige soziale und demokratische Kompetenzen gestärkt. Ein herzlicher Dank gilt allen Projektverantwortlichen, pädagogischen Fachkräften, Unterstützer*innen und besonders den Kindern, die diese Woche mit Offenheit, Engagement und gegenseitigem Respekt gestaltet haben.

Projekttag C - Demokratie im Alltag stärken

An der Fachhochschule Westküste fand der Projekttag C statt. Im Rahmen dieses Tages wurden zwei interaktive Workshops durchgeführt. Die Angebote richteten sich an Studierende sowie an weitere interessierte Teilnehmende aus der Region. Ziel des Projekttages war es, das Bewusstsein für demokratische Werte zu stärken und die Teilnehmenden für menschenfeindliche Weltbilder zu sensibilisieren.

Der Projekttag begann mit einem gemeinsamen Einstieg. Die Teilnehmenden setzten sich zunächst mit der Frage auseinander, welche Bedeutung Demokratie in ihrem eigenen Alltag hat. In Gesprächen und kurzen Übungen wurde deutlich, dass demokratische Regeln, gegenseitiger Respekt und Mitverantwortung viele Lebensbereiche prägen. Diese erste Phase schuf eine offene und wertschätzende Atmosphäre, in der unterschiedliche Perspektiven Platz hatten.

Im weiteren Verlauf beschäftigten sich die Workshops mit völkisch-nationalistischen Ideologien. Die Teilnehmenden lernten, was diese Denkweisen ausmacht und warum sie für eine offene Gesellschaft problematisch sind. Dabei ging es nicht um abstrakte Theorie, sondern um konkrete Beispiele aus Geschichte und Gegenwart. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie solche Ideologien entstehen, warum sie für manche Menschen anziehend wirken können und wie sie in der Gesellschaft Anschluss finden.

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen dieser Weltbilder auf betroffene Menschen. Anhand von Fallbeispielen, Filmausschnitten und Gesprächen setzten sich die Teilnehmenden mit Ausgrenzung, Abwertung und Gewalt auseinander. Dabei wurde deutlich, dass Ideologien der Ungleichwertigkeit reale Folgen für das Zusammenleben haben. Diese Auseinandersetzung förderte Empathie und ein vertieftes Verständnis für die Erfahrungen von Menschen, die nicht in solche Weltbilder passen.

Ein weiterer Bestandteil des Projekttages war die praktische Arbeit. In Übungen zur Gegenrede erprobten die Teilnehmenden, wie sie auf diskriminierende Aussagen reagieren können. Sie tauschten sich über eigene Unsicherheiten aus und entwickelten gemeinsam Strategien für den Hochschulalltag und darüber hinaus. In kooperativen Spielen und Gruppenaufgaben wurde erfahrbar, wie viel Kraft in Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung und solidarischem Handeln liegt.

Die Workshops boten Raum für Fragen, Diskussionen und Reflexion. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Positionen zu hinterfragen und neue Sichtweisen kennenzulernen. Am Ende des Projekttages nahmen sie ein gestärktes Gefühl von Handlungssicherheit mit. Sie wussten besser, wie sie völkisch-nationalistisches Denken erkennen können und welche Möglichkeiten es gibt, im Alltag Haltung zu zeigen.

Der Projekttag C leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung demokratischer Kultur an der Fachhochschule Westküste und in der Stadt Heide. Er stärkte die Vernetzung von Studierenden und Engagierten und zeigte, dass demokratisches Handeln bereits im Kleinen beginnt – im Gespräch, im Widerspruch und im solidarischen Miteinander.

Ein herzlicher Dank gilt allen Projektverantwortlichen, Referent*innen und insbesondere den Teilnehmenden, die sich offen, respektvoll und engagiert eingebracht haben. Durch ihr Mitwirken wurde deutlich: Demokratie lebt vom gemeinsamen Nachdenken, vom Austausch und vom aktiven Gestalten unseres Zusammenlebens.

Gemeinsam sind wir bunt - Bunte Stunde an der Reimer-Bull-Schule Marne

Am 4. Juli 2025 fand an der Reimer-Bull-Schule in Marne die Aktion „Gemeinsam sind wir bunt – Bunte Stunde“ statt. Die gesamte Schulgemeinschaft gestaltete an diesem Tag einen bunten Vormittag, der Vielfalt sichtbar machte und Gemeinschaft erlebbar werden ließ. Die Aktion wurde von einem engagierten Team vorbereitet und ehrenamtlich umgesetzt. Beteiligt waren Lehrkräfte, Schülerinnen, Eltern, Erzieherinnen, Hausmeister, pädagogische Fachkräfte und weitere Unterstützer*innen.

Die Reimer-Bull-Schule ist eine Grund- und Gemeinschaftsschule, die von Kindern und Jugendlichen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen besucht wird. Viele Schüler*innen bringen verschiedene Herkunftssprachen, Kulturen und Lebenserfahrungen mit. Auch Kinder mit Förderbedarf oder körperlichen Beeinträchtigungen gehören selbstverständlich zur Schulgemeinschaft. Vielfalt ist hier gelebter Alltag. Mit der Bunten Stunde wurde dieser Alltag bewusst gefeiert.

Ausgangspunkt war die Idee einer „bunten Pause“. In den gemeinsamen Planungsrunden entwickelte sich daraus schnell der Wunsch nach einem ganzen Vormittag. Ziel war es, allen Schülerinnen der Klassen 1 bis 10 zu zeigen: "An unserer Schule gehört jeder dazu. Niemand wird ausgeschlossen." Dieses Ziel wurde gemeinsam getragen und mit großer Motivation umgesetzt.

Die Vorbereitungen begannen bereits mehrere Wochen vor dem Aktionstag. In den Klassen wurden bunte Hände aus Tonpapier gestaltet und an den Fenstern angebracht. Plakate mit selbst ausgewählten Zitaten entstanden. Tänze, Lieder und ein gemeinsamer Flashmob wurden geprobt. Auf dem Schulhof wuchs nach und nach ein farbenfroher Parcours, der die Vorfreude auf den Tag spürbar machte.

Am Morgen des 4. Juli startete der bunte Vormittag zunächst in den Klassen. Anschließend versammelten sich alle auf dem Schulhof. Viele Kinder trugen bunte Kleidung oder waren fantasievoll geschminkt. Die DaZ-Schüler*innen eröffneten das Programm mit einem Lied und Tanz zum Thema Träume und Zukunft. Im Hintergrund waren die Worte „Wir sind bunt“ zu lesen – umrahmt von bunten Handabdrücken.

Ein kurzes Anspiel sowie gelesene Zitate aus Kinderbüchern, dem Grundgesetz und weiteren Texten luden dazu ein, über Vielfalt, Toleranz und Zusammenhalt nachzudenken. Danach konnten alle gemeinsam die Mitmach-Stationen besuchen. Es wurde gemalt, gebastelt, gespielt und gelacht. Ein Vielfaltsbaum entstand, Freundschaftsbänder wurden geknüpft, der Schulhof mit Kreide bemalt und bunte Seifenblasen stiegen in den Himmel. Besonders viel Freude bereitete der gemeinsame Flashmob, an dem alle Klassen beteiligt waren.

Während des gesamten Vormittags waren Gespräche über Gemeinschaft, Respekt und Miteinander zu hören. Spätestens hier zeigte sich: Die Aktion wirkte. Vielfalt wurde nicht erklärt, sondern gemeinsam gelebt.

Der bunte Vormittag endete mit dem Schulsong und einer Reflexion in den Klassen. Für die Schule steht fest: Diese Aktion soll keine Ausnahme bleiben. Sie hat gezeigt, wie stark eine Schulgemeinschaft ist, wenn alle gemeinsam gestalten.

Ein herzlicher Dank gilt allen Schüler*innen, Engagierten, Eltern, Lehrkräften und Unterstützer*innen, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben. Gemeinsam wurde sichtbar: Zusammenhalt macht stark.

Kreativworkshop mit Nils Oskamp in der Stadtbücherei Brunsbüttel

Von November bis Dezember 2025 fand in der Stadtbücherei Brunsbüttel die Workshop-Reihe „Kreativ gegen Rechts“ statt. Das Projekt richtete sich vor allem an Jugendliche und junge Menschen. Ziel war es, demokratische Werte zu stärken und Räume für Austausch, Kreativität und Mitgestaltung zu schaffen. Die Workshops wurden von dem Illustrator und Autor Nils Oskamp geleitet, der bundesweit für seine Arbeit gegen Rechtsextremismus bekannt ist.

Die Stadtbücherei Brunsbüttel versteht sich als offener Lern- und Begegnungsort. Mit diesem Projekt wurde gezeigt, wie politische Bildung niedrigschwellig, kreativ und lebensnah gestaltet werden kann. Gerade junge Menschen sind täglich vielen Informationen ausgesetzt. Nicht alles davon ist richtig oder gut einzuordnen. Umso wichtiger ist es, Medien kritisch zu betrachten, Fragen zu stellen und eine eigene Haltung zu entwickeln.

Insgesamt fanden sechs Workshops mit einer Dauer von jeweils fünf Stunden statt. Teilgenommen haben überwiegend Schüler*innen der Regionalschule und des Gymnasiums Brunsbüttel. Zusätzlich gab es ein offenes Angebot für interessierte Menschen ab 14 Jahren. Die Workshops waren so aufgebaut, dass alle Teilnehmenden sich aktiv einbringen konnten – unabhängig von Vorkenntnissen oder zeichnerischem Können.

Zu Beginn jeder Veranstaltung las Nils Oskamp aus seiner Graphic Novel „Drei Steine“. Darin beschreibt er persönliche Erfahrungen mit Ausgrenzung und Gewalt und zeigt, wie wichtig Zivilcourage und Haltung im Alltag sind. Die Lesung bildete den Einstieg für Gespräche über Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus und demokratische Werte. Die Teilnehmenden brachten eigene Gedanken, Fragen und Erfahrungen ein. Dabei entstand ein respektvoller und offener Austausch.

Im weiteren Verlauf arbeiteten die Gruppen gemeinsam an Themen und Ideen. Sie sammelten Stichworte, diskutierten unterschiedliche Sichtweisen und trafen Entscheidungen durch geheime Abstimmungen. So wurde Demokratie praktisch erlebbar. Anschließend entwickelten die Gruppen Plakatentwürfe, die klare Botschaften für ein solidarisches Miteinander transportieren. Die Auswahl der Motive erfolgte gemeinsam. Die Jugendlichen konnten erleben, dass ihre Stimmen zählen und Ergebnisse sichtbar werden.

Am Ende der Workshop-Reihe entstanden sechs Plakate, die von Nils Oskamp professionell ausgearbeitet werden. Diese können im Alltag, in Schulen oder öffentlichen Räumen genutzt werden. Damit tragen die Teilnehmenden ihre Botschaften weiter und setzen Zeichen für Respekt und Verantwortung.

Die Rückmeldungen aus den Workshops waren sehr positiv. Viele Teilnehmende berichteten, dass sie neue Perspektiven gewonnen haben und sich ernst genommen fühlten. Besonders wertvoll war die Kombination aus Zuhören, Diskutieren und kreativem Arbeiten. Die Workshops zeigten, wie stark gemeinsames Handeln sein kann und wie viel Engagement in der Zivilgesellschaft vorhanden ist.

Ein besonderer Dank gilt Nils Oskamp für seine offene, wertschätzende Art sowie den Mitarbeitenden der Stadtbücherei Brunsbüttel, Lehrkräften und Teilnehmenden, die diese Workshop-Reihe mit Leben gefüllt haben. Das Projekt hat gezeigt, dass demokratische Bildung wirkt – besonders dann, wenn Menschen gemeinsam gestalten.

Lesung und Schreibworkshop im Rahmen der Aktionswoche CSD Westküste

Im Rahmen der Aktionswoche CSD Westküste, die vom 13. bis 21. Juli 2025 in Dithmarschen stattfand, wurden in Büsum zwei kulturelle Veranstaltungen zur Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten durchgeführt. Der Büsum bleibt bunt e. V. organisierte gemeinsam mit der Bibliothek am Meer Büsum am Sonntag, den 20.07.2025, eine Lesung sowie am Montag, den 21.07.2025, einen Schreibworkshop mit dem trans* Autor und Workshopleiter Biba Oskar Nass. Ziel war es, einen offenen, wertschätzenden Raum für Austausch, Reflexion und kreativen Ausdruck zu schaffen und ein Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität zu setzen.

Der Begriff „queer“ wurde im Rahmen der Veranstaltungen als offener Sammelbegriff verstanden, der unterschiedliche sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Lebensweisen umfasst. Die Angebote richteten sich sowohl an queere Menschen als auch an Allies und kulturinteressierte Personen aus Büsum und dem Umland.

Die Lesung am Sonntagabend fand in der Bibliothek am Meer statt und wurde von Vertreterinnen des Büsum bleibt bunt e. V. eröffnet. Nach einer kurzen Einführung stellte sich Biba Oskar Nass dem Publikum vor und las anschließend rund 30 Minuten aus seinem Essay „Microdosing Testosteron“. In dem Text nähert sich der Autor aus einer trans und nicht-binären Perspektive Fragen von Körper, Identität, Veränderung und Selbstbestimmung. Die Lesung bot einen sensiblen und poetischen Zugang zu queeren Lebenswirklichkeiten und eröffnete einen geschützten Raum für Zuhören und Nachdenken. Im anschließenden Publikumsgespräch wurden zahlreiche Fragen gestellt und persönliche Eindrücke geteilt. In einer zweiten Lesepassage gewährte der Autor Einblicke in unveröffentlichte Texte und aktuelle Schreibprozesse. Der Abend war geprägt von Offenheit, gegenseitigem Respekt und einem intensiven Austausch.

Am Montag folgte ein zweistündiger Schreibworkshop, der sich dem kreativen Schreiben als Ausdruck persönlicher Erfahrungen und Identitäten widmete. Mit verschiedenen Schreibimpulsen und praktischen Übungen wurden die Teilnehmenden eingeladen, eigene Texte zu entwickeln und neue Zugänge zum Schreiben auszuprobieren. Dabei stand nicht die literarische Perfektion, sondern der individuelle Ausdruck im Vordergrund. Die entstandenen Textfragmente konnten freiwillig im Plenum geteilt und gemeinsam reflektiert werden. Der Workshop bot Raum für gegenseitige Unterstützung, Inspiration und Vernetzung.

Die sorgsam gewählte Gruppengröße ermöglichte intensive Gespräche, eine aktive Beteiligung aller Anwesenden und einen direkten Austausch mit dem Autor. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Viele Teilnehmende berichteten von neuen Denkanstößen, einer Erweiterung ihres Verständnisses queerer Lebensrealitäten sowie von der Bedeutung eines solchen Angebots im ländlichen Raum.

Die Veranstaltungen trugen dazu bei, queere Perspektiven sichtbar zu machen, Empathie zu fördern und kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Sie bildeten zugleich einen wichtigen Impuls für weitere Vernetzung zwischen engagierten Akteur*innen vor Ort. Die Bibliothek am Meer Büsum griff die Inhalte über die Aktionswoche hinaus auf und richtete einen thematischen Büchertisch zu LGBTQIA+-Themen ein.

Insgesamt haben Lesung und Schreibworkshop die Aktionswoche CSD Westküste sinnvoll ergänzt und einen nachhaltigen Beitrag zu einer offenen, vielfältigen und solidarischen Gemeinde geleistet.

Schule am Meer Büsum: Projekttag "Against Racism - for a better tomorrow"

Am 27. und 28. Mai 2025 fanden an der Schule am Meer in Büsum besondere Projekttage statt. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 9 nahmen daran teil. Insgesamt waren 218 Jugendliche beteiligt. Die Projekttage standen unter dem Motto „Against Racism – for a better tomorrow“. Ziel war es, junge Menschen für Themen wie Rassismus, Vorurteile, Diskriminierung und demokratische Werte zu sensibilisieren. Die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen unterstützte die Organisation der Veranstaltung aktiv.

Die Projekttage wurden von Martin Rietsch, bekannt als Musiker 2schneidig, gemeinsam mit zwei weiteren Akteur*innen durchgeführt. Herr Rietsch arbeitet als Wertecoach und Präventionsberater. Er hat selbst nigerianische Wurzeln und berichtete den Teilnehmenden offen von eigenen Erfahrungen mit Rassismus. Dabei erzählte er auch von Situationen, in denen andere Menschen diskriminiert wurden. Seine Erzählungen machten deutlich, wie wichtig Respekt und Menschenwürde sind. Durch seine authentische und lebensnahe Art gelang es ihm schnell, Kontakt zu den Jugendlichen herzustellen.

Die Projekttage waren interaktiv gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Gruppen, tauschten sich aus und setzten sich aktiv mit Vorurteilen auseinander. Sie reflektierten eigene Erfahrungen und die Wahrnehmung anderer Menschen. Ergänzt wurden die Inhalte durch kreative Elemente aus Tanz, Musik und Theater. Am Ende der Projekttage führten die Jugendlichen gemeinsam mit Herrn Rietsch eine selbst erarbeitete Tanzperformance auf. Diese Präsentation zeigte, wie viel Engagement und Kreativität die Schülerinnen und Schüler eingebracht hatten.

Ein weiterer Bestandteil der Projekttage war ein Quiz zu den Themen Mobbing und Cybermobbing. Dabei konnten die Jugendlichen ihr Wissen testen und festigen. Die Teilnahme war freiwillig, aber viele Schüler*innen beteiligten sich aktiv. In allen Angeboten der Projekttage standen Austausch, Reflexion und Zusammenarbeit im Vordergrund. Die Jugendlichen lernten, dass es wichtig ist, Menschen nicht nach ihrem Äußeren, ihrer Herkunft oder ihrem Glauben zu beurteilen, sondern die Perspektive des Gegenübers zu verstehen.

Die Resonanz der Teilnehmenden war sehr positiv. Viele berichteten, dass die Projekttage interessant, berührend und lehrreich waren. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, eigene Gedanken einzubringen und direkt mit dem Referenten zu sprechen. Die Jugendlichen beschrieben, dass sie viele neue Erkenntnisse über Vorurteile und Diskriminierung gewonnen haben. Die kreative Arbeit, das Quiz und die Tanzperformance trugen dazu bei, dass die Inhalte nachhaltig im Gedächtnis blieben.

Die Projekttage verdeutlichten, wie wirksam praxisnahe Bildungsangebote sein können, um Demokratie, Toleranz und Zusammenhalt zu stärken. Durch die aktive Beteiligung der Jugendlichen wurde Empathie gefördert und die Bereitschaft gestärkt, sich gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen. Die Veranstaltung zeigte, dass kreatives Arbeiten, Reflexion und Austausch wichtige Werkzeuge sind, um junge Menschen für demokratische Werte zu sensibilisieren.

Die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen und die Schule am Meer ziehen eine positive Bilanz. Der Erfolg beruht auf der authentischen Ansprache durch Martin Rietsch, der aktiven Mitarbeit der Jugendlichen und der guten Organisation vor Ort. Ein besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und den Lehrkräften für die Unterstützung. Gemeinsam wurde deutlich, wie bereichernd interaktive und wertorientierte Bildungsangebote für die Gemeinschaft sind.

Fortbildung mit Anja Teufel

Am 22. Mai fand im Kreishaus Heide eine besondere Fortbildung statt. Viele Menschen aus dem Kreis Dithmarschen kamen zusammen, um zu lernen, wie Veranstaltungen barrierefrei geplant und durchgeführt werden können. Eingeladen hatten die Behindertenbeauftragte des Kreises Dithmarschen, Marie Elisabeth Zachow, und die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen. Sie begleiteten die Fortbildung und unterstützten den reibungslosen Ablauf.

Die Fortbildung wurde von der Sozialwissenschaftlerin Anja Teufel durchgeführt. Sie ist erfahren im Thema Barrierefreiheit und zeigte den Teilnehmenden, wie Veranstaltungen so gestaltet werden können, dass Menschen mit Behinderungen vollständig teilnehmen können. Die Inhalte umfassten verschiedene Bereiche: Zielgruppen barrierefreier Veranstaltungen, bauliche und organisatorische Anforderungen, barrierefreie Kommunikation während der Veranstaltung sowie Informationen und Anmeldung im Vorfeld.

Die Veranstaltung begann mit einer kurzen Einführung durch die Behindertenbeauftragte Marie Elisabeth Zachow und die Koordinierungsstelle der Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen. Sie erklärten die Ziele des Tages und stellten die geplanten Inhalte vor. Anschließend erläuterte die Referentin die Grundlagen der Barrierefreiheit. Die Teilnehmenden lernten, wie kleine Anpassungen große Wirkung entfalten können und wie wichtig es ist, die Bedürfnisse aller Menschen zu berücksichtigen.

Ein zentraler Teil der Fortbildung war die praktische Arbeit. In Kleingruppen planten die Teilnehmenden einzelne Veranstaltungsteile barrierefrei. Sie prüften Wege, Technik, Kommunikation und Materialien. Dabei entdeckten sie Hindernisse, die leicht beseitigt werden können, und entwickelten Lösungen für unterschiedliche Bedürfnisse. Im Plenum wurden die Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Die Diskussion ermöglichte den Austausch von Erfahrungen und Praxiswissen.

An der Fortbildung nahmen 18 Personen teil. Die Gruppe war sehr heterogen und kam aus verschiedenen Bereichen des Kreises Dithmarschen. Viele der Teilnehmenden sind in der Planung von öffentlichen Veranstaltungen tätig, sodass die Inhalte der Fortbildung weitreichend multipliziert werden können. Alle waren aktiv beteiligt, stellten Fragen und brachten ihre eigenen Erfahrungen ein. Die kleine Gruppe ermöglichte intensive Gespräche und direkte Rückmeldungen.

Das Feedback der Teilnehmenden war sehr positiv. Viele berichteten, dass sie wertvolle Anregungen erhalten haben, die sie direkt in ihrer eigenen Arbeit umsetzen können. Besonders geschätzt wurde, dass schon kleine Veränderungen bei der Planung eine große Wirkung auf die Teilhabe aller haben. Die Fortbildung sensibilisierte die Teilnehmenden für die Belange von Menschen mit Behinderungen und stärkte ihre Handlungskompetenz.

Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit als festen Bestandteil der Veranstaltungsplanung zu berücksichtigen. Durch praxisnahe Übungen, fachlichen Input und intensiven Austausch entstand ein hoher Lernwert. Die Teilnehmenden verließen die Fortbildung motiviert, die gewonnenen Kenntnisse in ihren Projekten anzuwenden und das Thema Barrierefreiheit aktiv umzusetzen.

Die Behindertenbeauftragte des Kreises und die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen ziehen eine sehr positive Bilanz. Die Fortbildung war ein wichtiger Schritt, um Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe in Dithmarschen zu stärken. Sie hat gezeigt, dass engagierte Planung und Austausch die Grundlage für ein inklusives Miteinander bilden.

Ein herzlicher Dank gilt der Referentin Anja Teufel für ihre fachliche Begleitung und allen Teilnehmenden für ihre aktive Mitarbeit. Gemeinsam wurde deutlich, wie bereichernd praxisnahes Lernen und Austausch für die gesamte Gemeinschaft sind.

Lesung mit Niklas Frank im KBH in Marne

Am 15. Mai fand im Kultur- und Bürgerhaus Marne eine besondere Veranstaltung statt. Viele Menschen aus Marne und der Umgebung kamen an diesem Abend zusammen. Eingeladen hatten die Marner Freunde der Demokratie (m/w/d). Ziel des Abends war es, Raum für Information, Austausch und gemeinsames Nachdenken zu schaffen.

Zu Gast war der Autor und Journalist Niklas Frank. Er ist bekannt für seine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und mit familiärer Verantwortung. In Marne las er aus zwei seiner Bücher. Die Werke tragen die Titel „Meine deutsche Mutter“ und „Der Vater: Eine Abrechnung“. In der Lesung ging es um persönliche Erfahrungen, um Erinnerung und um den Umgang mit der Vergangenheit. Viele Zuhörer*innen verfolgten die Lesung aufmerksam und konzentriert.

Die Veranstaltung begann mit einer Begrüßung durch einen Vertreter der Marner Freunde der Demokratie (m/w/d). Er hieß die Gäste willkommen und dankte allen die die Durchführung ermöglicht haben. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass diese Veranstaltung das Ergebnis gemeinsamer Arbeit vieler Engagierter war.

Nach der Lesung folgte eine offene Diskussionsrunde. Dieser Teil des Abends wurde von vielen Gästen aktiv genutzt. Es wurden Fragen gestellt und Gedanken geteilt. Themen waren unter anderem Erinnerungskultur, Verantwortung und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Niklas Frank nahm sich viel Zeit für die Beiträge aus dem Publikum. Seine Antworten waren ruhig, verständlich und anregend. Die Atmosphäre war respektvoll und offen.

Insgesamt nahmen rund 70 Personen an der Veranstaltung teil. Das Publikum setzte sich aus Bürger*innen verschiedener Altersgruppen zusammen. Auch Schüler*innen der Reimer-Bull-Schule und des Gymnasiums waren eingeladen. Die Beteiligung zeigte, dass das Interesse an Austausch und Information in der Region groß ist. Viele Gäste brachten eigene Perspektiven ein und hörten aufmerksam zu.

Im Anschluss an die Diskussion blieb Niklas Frank noch für Gespräche vor Ort. Besucher*innen konnten Bücher erwerben und signieren lassen. Außerdem entstanden persönliche Gespräche in kleiner Runde. Diese Begegnungen wurden von vielen als bereichernd empfunden und rundeten den Abend ab.

Zusätzlich wurde Niklas Frank vor der Veranstaltung von Tim Schäfer von Boyens Medien interviewt. Der dazugehörige Artikel erschien am 15. Mai in der Dithmarscher Landeszeitung. Dadurch wurde auch außerhalb der Veranstaltung auf die Inhalte aufmerksam gemacht.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Viele beschrieben den Abend als informativ und nachdenklich. Besonders geschätzt wurde die Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen und sich aktiv zu beteiligen. Die Kombination aus Lesung und Diskussion wurde als gelungen empfunden.

Die Marner Freunde der Demokratie (m/w/d) ziehen eine positive Bilanz. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig solche Angebote für den Austausch und das Miteinander vor Ort sind. Sie machte deutlich, dass engagierte zivilgesellschaftliche Arbeit in Dithmarschen wirkt und angenommen wird.

Ein herzlicher Dank gilt den Projektträgerinnen für die Organisation und Durchführung. Ebenso danken die Marner Freunde der Demokratie allen Teilnehmenden für ihr Interesse und ihre Beiträge.

Grafik eines Busses

Die „Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen“ wirbt seit Anfang August 2023 mit dem Kampagnenbus für das „Hilfetelefon – Gewalt gegen Frauen“ (116016, www.hilfetelefon.de) im Kreis Dithmarschen. Der Bus wird bis Ende 2024 auf wechselnden ÖPNV-Linien im gesamten Kreisgebiet unterwegs sein. Zum Aktionsstart am 4. August 2023 stellten Landrat Stefan Mohrdieck und Leonie Basting, Koordinierungs- und Fachstelle für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, im Fachdienst Hilfen im Übergang sowie Mitglieder des Begleitforums ,,Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen“ das Angebot und den Bus vor.

Weitere Hilfe-Angebote:
Frauen helfen Frauen e. V.
Frauenhaus Dithmarschen, Notfall-Nummer: 0481/61021
Weißer Ring Dithmarschen, Telefon: 04851/9576735
nora Notruf-App der Bundesländer für das Smartphone (stiller Notruf möglich)

Presse:
Dithmarscher Landeszeitung vom 07.08.2023 (externer Link, mit Werbung kostenlos, sh. letzte Option)

Die ,,Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen“ hat die Umsetzung dieser Maßnahme initiiert. Die Initiative besteht aus Leonie Basting, Koordinierungs- und Fachstelle für „Demokratie leben!“ sowie Christian Langhinrichs vom Fachdienst Hilfen im Übergang des Kreises Dithmarschen und dem Begleitforum mit Mitgliedern aus der Zivilgesellschaft und der Verwaltung. Die Aktion wird von der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Dithmarschen Bentje Ott unterstützt.

Die DB Regio Bus Nord stellt den Bus zur Verfügung, der von Ströer Deutsche Städte Medien GmbH bedruckt wurde. Fördermittelgeber sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend („Demokratie leben!“) mit 90 Prozent und das Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein (Landesdemokratiezentrum, Landespräventionsrat) mit zehn Prozent.„Die ‚Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen‘ setzt mithilfe des Kampagnenbusses ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt. Wir beteiligen uns aktiv an der Umsetzung der Istanbul-Konvention.

Die Beseitigung von geschlechtsspezifischer Gewalt und Diskriminierung geht uns alle an“, betont Leonie Basting, Koordinierungs- und Fachstelle für „Demokratie leben!“. Dieses Angebot richtet sich in 18 Sprachen sowie in Gebärdensprache und in Leichter Sprache nicht nur an betroffene Frauen und Mädchen, sondern auch an (potentielle) Täter*innen sowie ratsuchende Personen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen. Das Hilfetelefon ist täglich 24 Stunden erreichbar. Darüber hinaus gibt es online den anonymen Sofort-Chat und die Online-Beratung unter www.hilfetelefon.de.Landrat Stefan Mohrdieck sagt zum Kampagnenstart: „Ich danke sehr den Initiator*innen, die mit dieser Aktion auf das wichtige Hilfeangebot hinweisen.

Da der Linienbus über einen längeren Zeitraum in ganz Dithmarschen unterwegs sein wird, können auch viele Betroffene ​erreicht werden. Die Aktion macht uns allen bewusst: Gewaltprävention ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“Interessierte, die Fragen zur Kampagne haben, können sich direkt an Leonie Basting wenden. Die Kontaktdaten lauten wie folgt: E-Mail: demokratie@dithmarschen.de, Telefon: 0481/ 97 – 4816, Mobil: 0151/52 78 90 76.

Über das Bundesprogramm „Demokratie leben!
Das Bundesprojekt „Demokratie leben!“ setzt sich für gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe ein. Der Kreis Dithmarschen ist aktiv dabei und fördert außerschulische Projekte zur Demokratieförderung und Prävention gegen Extremismus.Das Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung. Die geförderten Strukturen und Modellprojekte folgen dem Leitgedanken: Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen.

Mädchen mit Trainingsjacken

Sehr gern hat die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen den TSV Nordhastedt bei der Beschaffung von 20 personalisierten Softshelljacken für die Jugendabteilung unterstützt. Demokratie und demokratischer Umgang miteinander spielen auch im Vereinsleben eine große Rolle. Dort erlerntes Wissen im Umgang miteinander ist nicht nur auf den Verein beschränkt, sondern im gesamten weiteren Leben außerordentlich wichtig. Unser Logo auf den Jacken soll auf die Bedeutung der Demokratie in unserer Gesellschaft ins Auge fallen lassen.

Auffallen ist gewollt: Kampagnenbus „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“
Auffallen ist gewollt: Kampagnenbus „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ - Der Bus wird auf unterschiedlichen Strecken in ganz Dithmarschen eingesetzt werden.

Die PfD Dithmarschen hat einen Bus der Autokraft folieren lassen. Der Bus weist nun auf das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen hin.

Hilfe erhalten dort nicht nur betroffene jeden Geschlechts, sondern auch gewaltbereite jeden Geschlechts. Jede vierte (!) Frau ist von Gewalt betroffen.

Moderator Jörg Lotze mit Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Meldorf Foto: Dana Müller
Moderator Jörg Lotze mit Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Meldorf Foto: Dana Müller

Aus der Keimzelle „Kommune“ heraus baut sich unser demokratisches Gesellschaftssystem bis hin zum Europa-Parlament auf.

Um sich ein egenes Meinungsbild über die Programme der zur Wahl stehenden Parteien und Kanditat*innen zu verschaffen und Gleichalterige zur Stimmabgabe zu motivieren, konnten Jugendliche aus Dithmarschen an verschiedenen orten unter professioneller Anleitung selbständig Beiträge zum Thema erarbeiten und Podcast-Folgen zusammenstellen. Im Gespräch mit Vertreter*innen der Kommunalpolitik zu Themenkomplexen wie z. B. Demokratie, Teilhabe, Umwelt, Flüchtlinge oder Zukunftschancen der Region konnten sie sich ein Bild erarbeiten, wie Kommunalpolitik „funktioniert“ und welche Herausforderungen/Chancen das ehrenamtliche Engagement in sich birgt.
Sie fanden so einen eigenen Zugang zum Verständnis und zur Bedeutung der Demokratie, demokratischer Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ziel der erstellten Podcasts war, komplexe inhaltliche Zusammenhänge in verständlicher und prägnanter Form auf die Kernaussagen zu beschränken. Das Wissen um die notwendige Reduktion der Informationen befähigte die Jugendlichen zu einem kritischen Umgang mit dem Medium. Die Produktion eines Audiobeitrages bot zudem den Vorteil, mit der Planung und Durchführung von Interviews auch sozialwissenschaftliche Methoden eingeübt werden.

In der Umsetzung gab es Einführungsworkshops in Kooperation mit weiterführenden kommunalen Schulen in Heide, Meldorf, Wesselburen und Brunsbüttel, der Bildungskette Amt Mitteldithmarschen, der Bildungsregion Wesselburen und der VHS Brunsbüttel/Nachbarschaftswerkstatt.
Durchgeführt wurden die Workshops vom Journalisten und Moderator Jörg Lotze. Die entstandenen Beiträge wurden auf den gängigen Podcast-Kanälen sowie im Programm des Offenen Kanals Westküste veröffentlicht.

Die Partnerschaft für Demokratie Dithmarschen förderte die notwendige technische Ausstattung und übernahm die Moderationskosten.